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Die Obliteration
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Emmanuel Levinas sieht in der Obliteration ein zentrales Konzept, um Kunst zu denken. Das Interview mit Françoise Armengaud ist eines der wenigen Äußerungen von Levinas zur bildenden Kunst. Levinas wurde in verschiedenen Disziplinen durch seine Ethik einflussreich, die er im Wesentlichen vom Gesicht des Anderen her denkt. Bisher sind seine Überlegungen zur Ästhetik eher selten behandelt worden, und wenn Fragen nach dem Gesicht in der Kunst gestellt wurden - und damit nach der Beziehung von Ethik und Ästhetik - lag der Fokus zumeist auf seinen Kommentaren zur Literatur. In dem vorliegenden Interview spricht Levinas über die Arbeit des französischen Bildhauers Sacha Sosno. Das komplexe Verhältnis von Ethik und Ästhetik wird hier nicht länger mit dem Gesicht und der Sprache in Verbindung gebracht, sondern mit dem bildnerischen Denken und ästhetischen Operationen und Praktiken. Für Levinas bezeichnet die Obliteration ein unverfügbares, unheimliches und disruptives Konzept. Levinas wendet sich damit von der ´´unbeschwerten Sorglosigkeit des Schönen´´ ab und den materiellen Abnutzungsprozessen zu. Gerade diese affirmiert er wegen ihres gestalterischen Potentials für die Einzigartigkeit des Gegenwärtigen. Der Gesprächstext wird ergänzt durch André Villers´ Photographien von Sosnos Werken, ein Vorwort von Johannes Bennke und ein Nachwort von Dieter Mersch.

Anbieter: buecher.de
Stand: 21.04.2019
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On Obliteration
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Emmanuel Levinas defines obliteration as a central concept with which to think about art. The interview with Françoise Armengaud is one of Levinas´ rare statements focusing on the fine arts. Levinas has become influential in various disciplines through his ethics, which he thinks decisively from the face of the other. Yet his reflections on aesthetics are rarely engaged with, and when questions are asked about the face in art-and thus about the interrelationship of ethics and aesthetics-the main focus has been on his comments on literature. In this interview Levinas talks about the work of the French sculptor Sacha Sosno, and the complex relationship between ethics and aesthetics becomes no longer aligned with the face and language, but with iconic thinking and artistic operations and practices. Levinas understands obliteration as an ´unavailable,´ an uncanny, disruptive concept. In doing so, he turns away from the ´´ease and lighthearted casualness of the beautiful´´ and to the processes of material wear and tear and the traces of their repair. He affirms these for their creative potential in developing a uniqueness of presence. The interview is supplemented by photographs by André Villers of Sosno´s works, a foreword by Johannes Bennke and an epilogue by Dieter Mersch.

Anbieter: buecher.de
Stand: 21.04.2019
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